Seit über zehn Jahren arbeite ich als Experte für transformatives Kulturmanagement. Durch systemisches Denken, kollaborative Innovationen und kulturellen Wandel schaffe ich zusammen mit großartigen Teams bessere Kulturorganisationen.

 

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Stadtmuseum Berlin

Seit 2020

Geschäftsführer Stadtmuseum Berlin GmbH

Die Stadtmuseum Berlin GmbH ist die Service-Gesellschaft der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Fast 175 Beschäftigte erbringen an sechs Standorten besuchernahe Dienstleistungen in den Bereichen Besucherservice, Infoline und Museumsshops.

Seit 2021 ist die Gesellschaft auch für den Besucherservice des Stadtmuseums in der Ausstellung Berlin Global im Humboldt Forum zuständig. Im Zuge der Konzeption der Ausstellung wurde das bisherige Modell des Besucherservices völlig neu gedacht.

Anstelle von klassischen Aufsichten, die den Gäste sagen, was diese alles nicht tun dürfen, vermitteln die neuen Connectorinnen und Connectoren, was die Gäste alles tun dürfen. Sie sind Garanten für den Erfolg des Besuchserlebnisses und verbinden aktiv die Besucherinnen und Besucher mit der Ausstellung, den Objekten und untereinander.

Diese konzeptionelle Neuausrichtung stiftet auch Impulse für organisatorische Veränderungen in der gesamten GmbH, die durch den neuen Standort um ein Drittel gewachsen ist. Die Professionalisierung und Digitalisierung von Prozessen stehen hier im Mittelpunkt.

 

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Urban Nation Museum

2017

Kaufmännischer Direktor

Das Urban Nation Museum in Berlin ist das weltweit erste Museum für Urban Contemporary Art und verbindet unter dem Credo Connect. Create. Care. künstlerische Aktivitäten im öffentlichen Raum mit einem Museum für Street Art.

Getragen von der Stiftung Berliner Leben und finanziert durch die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag ist das Museum angetreten, nicht nur der Street Art ein Zuhause zu geben, sondern auch neue Impulse in den belasteten Kiez rund um den Nollendorfplatz zu geben. Zugleich sollen die künstlerischen Aktivitäten positiv in die Trägergesellschaften ausstrahlen.

 

Die Gründung von Urban Nation stellt somit eine systemische Intervention mit dem Ziel von Multi-Level-Transformationen dar. An der Seite der künstlerischen Direktorin Yasha Young galt es, bis zur Eröffnung des Museums im Frühherbst 2017 das organisatorische und betriebliche Fundament für die dauerhafte Implementierung dieses Transformationstreibers zu legen.

 

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Staatsballett Berlin

2014-2017

Leiter Marketing und Kommunikation

Das Staatsballett Berlin ist die größte deutsche Ballett-Compagnie. 2014 trat Nacho Duato die Nachfolge des Gründungsintendanten Vladimir Malakhov an. Der Auftrag des Spaniers war, das klassische Repertoire um moderne und zeitgenössische Handschriften zu erweitern.

Die durchaus nicht unumstrittene künstlerische Transformation bedeutete auch einen notwendigen Wandel im Außenauftritt des Staatsballetts. Eine neue kommunikative Identität wurde geschaffen und durch innovative Maßnahmen unterfüttert.

Wichtige Bausteine des kommunikativen Wandels waren die Imagekampagne Ich bin das Staatsballett, das neue Staatsballett Magazin, der Aufbau von Blogger Relations, die Produktion von Ballett-Tutorials auf YouTube und die Etablierung des Ehrenamtsprogramms für junge Ballettbotschafter.

 

In ihrer Kombination errichteten diese und weitere Bausteine eine belastbare Brücke zwischen geforderter künstlerischer Erneuerung und (altem und neuem) Publikum .

 

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Konzerthaus Berlin

2012-2014

Leiter Fundraising

Das Konzerthaus Berlin ist ein traditionsreicher Kulturtempel im Herzen Berlins. Wiederaufgebaut als Prestige-Projekt der DDR und gelegen in der Mitte des Gendarmenmarkts ist es das Zuhause des Konzerthausorchesters.

Unter dem Intendanten Prof. Dr. Sebastian Nordmann wurde 2014 die Position eines Leiters Fundraisings geschaffen. Aufgabe war es, systematisch Sponsoring- und Drittmittel zu akquirieren, um das finanzielle Fundament der Organisation zu verbreitern.

Bedeutet zwar jede neue Stelle in einer Einrichtung bereits Veränderung, so steckte hinter dieser Position ein größerer Kulturwandel. Schließlich war ein nicht unbedeutender Teil der Belegschaft zu DDR-Zeiten an das Haus gekommen und standen einen professionellen Fundraising nach US-amerikanischem Vorbild zunächst eher skeptisch gegenüber.

Vor dem eigentlichen Fundraising galt es also, das Konzerthaus mit besonderem Blick auf die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fundraising-fit zu machen.

 

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Qualität im Theater

2012

Publikation

Die Frage nach Qualität kommt meist dann auf, wenn sie augenscheinlich fehlt. Qualitätsmanagement ist daher immer auch die Gestaltung einer Transformation. Wie kann aber ein Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe aussehen? 

 

Die Publikation Qualität im Theater entwickelt einen eigenständigen Ansatz, der Elemente des QM nach ISO-Standards mit Kerngedanken der Systemtheorie verbindet.

 

Im Mittelpunkt des Konzepts steht der Mensch als Akteur in einem System aus Anforderungen. Denn ob als Intendantin, Regisseur, Bühnentechniker, Schauspielerin oder Zuschauer – im Theater treffen Akteure mit unterschiedlichen Erwartungen aufeinander. Aus ihren gegenseitigen Anforderungen resultiert ein enges Anforderungssystem mit vielfältigen Positionierungen.

 

Anhand von sieben Fallstudien werden diese Positionierungen strukturell und inhaltlich erkundet. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie sich das Anforderungssystem Theater mit gezielten Eingriffen gestalten lässt.

Die Publikation ist entstanden im Rahmen einer Dissertation an der LMU München unter Betreuung von Prof. Dr. Christopher Balme und eines einjährigen Aufenthalts als Special Research Fellow an der Yale University in den USA.

ISBN: 978-3531186566 

 

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Schule des Vertrauens

2017

Publikation

Controlling, Qualitätsmanagement und die weit verbreitete Kulturentwicklungsplanung sind wichtige Stichworte im Kulturmanagement. Sie setzen fast immer auf planmäßige Standardisierbarkeit, Vergleichbarkeit und Kontrolle.

 

Welche Rolle spielt im Kulturmanagement dann heute aber noch der gute alte Wert „Vertrauen“? In dem Beitrag Die Hohe Kunst des Vertrauens geht eine explorative Umfrage diesem Thema auf den Grund. Die Ergebnisse der Studie stellen dabei die aktuelle Grundausrichtung der Forschung im Kulturmanagement radikal infrage. Die Erkenntnis: Es braucht eine Schule des Vertrauens.

Der Artikel ist 2017 erschienen im Sammelband Theater-Wissen quer denken​, ISBN: 978-3-95808-147-5, herausgegeben von Nic Leonhardt.