• Dr. Christopher Vorwerk

2.6 Summary: Fundraising

Aktualisiert: 22. Okt 2018

Die Digitalisierung wird die Herausforderungen des Fundraisings für die Kultur nicht alleine lösen. Sie kann aber mit Sicherheit dazu beitragen, hilfreiche Instrumente für die Einwerbung von Drittmitteln zur Verfügung zu stellen.


Bei allen entsprechenden Aktivitäten sollten wir aber endlich anfangen, realistisch zu werden. Jüngst fiel der Kurzzeit-Intendant Chris Dercon mit dem Glauben an die Einwerbung von Sponsoren auf die Nase. Hatte der Belgier, der zuvor in London tätig gewesen war, ursprünglich noch vom dem Ziel, auf diesem Weg eine Million Euro einzuwerben, gesprochen, wurde diese Zahl im Haushaltsplan schnell auf einhunderttausend Euro reduziert. Wie viel davon tatsächlich eingespielt wurde, wurde bislang nicht veröffentlich. Berlin ist aber eben nicht London.


Hören wir also auf, ständig auf vermeintliche Vorbilder aus dem angloamerikanischen Raum zu schielen, die schlicht weg nicht auf die hiesigen Verhältnisse übertragbar sind. Nutzen wir jenseits eines klassischen Fundraisings, bei dem wir uns eh viel zu oft viel zu arg verbiegen müssen, lieber die unternehmerischen Chancen der Digitalisierung.


Ein gewisser Start-Up-Spirit zur Erschließung neuer Einnahmequellen kann dabei nicht schaden und ist sowieso die Schwester der Digitalisierung. Das Erfolgsgeheimnis scheint hier zu sein, zwar Kooperationen mit Strukturpartnern einzugehen, den Kern des Geschäfts aber in den eigenen Händen zu halten. Leistungen, die sich eng am Kern einer Kultureinrichtung orientieren, scheinen in der Kombination mit Abonnement-Modellen besonders vielversprechend zu sein.

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