• Dr. Christopher Vorwerk

1.5 Summary: Kulturmarketing

Aktualisiert: 22. Okt 2018

Fangen wir an, uns im Kulturmarketing wieder darauf zu konzentrieren, was Wirkung zeigt. Sich zu konzentrieren heißt auch, konsequent zu sein. Man muss nicht gleich alles auf eine Karte setzen. Aber hören wir auf, Anzeigen in Publikationen zu schalten, nur weil wir sie vielleicht privat gerne lesen oder die Anzeigenverkäuferin immer so mitleidsvolle E-Mails schreibt.


Trauen wir den Besucherbefragungen und Statistiken und verzichten wir auf anachronistische Plakatwerbung und das Verteilen von Flyern. Wenn unser Publikum von unseren Aufführungen vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda und das Internet erfährt, das Marketingbudget aber entgegengesetzt akzentuiert ist, wäre es nur allzu folgerichtig, das frühere Plakatbudget zukünftig für Werbung in den sozialen Medien einzusetzen, wo beide Aspekte kongenial miteinander verbunden werden. Diese Form der Werbung zwingt uns zugleich, eine genauere und damit bessere Antwort auf die Frage nach unserer Zielgruppe zu geben. Lassen wir Hilmar Hoffmann in Frieden ruhen.


Verwenden wir einfache A/B-Tests, um unsere Online-Werbemittel noch effektiver zu gestalten und machen wir unseren Intendanten und Museumsdirektoren klar: Werbung ist Werbung und Kunst ist Kunst. Und lassen wir zu, auf diesem Weg herausfinden, dass unsere wirkliche Zielgruppe vielleicht ganz anders aussieht und tickt, als wir es uns bislang vorgestellt haben. Und wenn das dann eben zur Konsequenz hat, im Foyer Craft Beer statt Warsteiner zu verkaufen, sind wir schon mehr als einen Schritt weiter.


Und kooperieren wir im Vertrieb mit anderen Kultureinrichtungen und lassen wir uns – unter Berücksichtigung des Datenschutzes – bei der gemeinsamen Bearbeitung von potentiellen Kunden von dem Motto leiten: „Sharing is caring!“.

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